Gazastreifen - höchste Bevölkerungsdichte der Welt?

(Anhang zu: Israel und die Palästinensischen Gebiete)


Bei Internetrecherchen stieß ich auf einige interessante, unterschiedliche Meinungen zur Bevölkerungsdichte der Palästinensergebiete und speziell des Gazastreifens, auf die ich im Folgenden kurz eingehen möchte. Wir sehen dabei zugleich, wie schwierig und verwirrend es sein kann, Länder und Regionen unter diesem wichtigen bevölkerungsgeographischen Aspekt zu vergleichen.

In einem aus dem Jahr 2004 datierenden Bericht einer palästinensischen Organisation in Deutschland, der Palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung NRW e. V., in dem ich allerdings ein selbstkritisches Wort zum explosiven palästinensischen Bevölkerungswachstum vermisse, heißt es: "Die Bevölkerungsdichte beträgt im Westjordanland 399 pro km² und in Gaza 3550 pro km², was die höchste Bevölkerungsdichte weltweit ist. Wenn wir aber die Regionen, die durch die Besatzungsmacht für militärische und für Siedlungszwecke genutzt werden, von der gesamten Oberfläche abziehen, wird die Bevölkerungsdichte sehr viel höher."

(Die - nach ihrer Einwohnerzahl nicht so bedeutenden - israelischen Siedlungen im Gazastreifen wurden allerdings 2005 geräumt.)

In dem etwa 40 Kilometer langen und nur 6 bis 14 Kilometer breiten Gazastreifen konzentriert sich die Bevölkerung vor allem auf Gaza City (mit einer beachtlichen Skyline, hier vom Hafen aus betrachtet, im Vordergrund Fischerboote - Foto: Tivadar Domaniczky für TIME):

[Gaza City]

Nun gut, Manhattan ist das noch nicht. Dass der Gazastreifen die "höchste Bevölkerungsdichte weltweit" habe, wird von anderen auch energisch bestritten.

In einem interessanten Foto-Aufsatz über die Hochhaus-Architektur Basels betont der schweiz. Ingenieur Martin Herzog die dortige Wohndichte, die mit der internationaler Großstädte wie Hongkong, Tokio oder New York vergleichbar sei, und belegt dies mit Angaben zur Zahl der Einwohner pro Quadratkilometer bzw. Hektar (Basel: Strukturen, Funktionen und Entwicklung einer Stadt). In diesem Zusammenhang bemerkt der Autor beiläufig: "Die kritiklos von tausenden von Websites und Journalisten immer wieder wiederholte Behauptung, der Gaza-Streifen habe die höchste Bevölkerungsdichte der Welt stimmt so also nicht."

Durchaus richtig ist: Der Quotient aus Einwohnerzahl und Fläche ist in Basel nachweislich höher als im Gazastreifen. Geht man von neueren Zahlen für das Jahr 2006 aus dem Fischer Weltalmanach 2008 aus, so kommt man für den Gazastreifen auf grob 4.000 und für den Kanton Basel-Stadt auf rund 5.000 Einwohner je Quadratkilometer.

(Das heißt allerdings nicht, dass nun Basel die Stadt bzw. das Gebiet mit der weltweit höchsten Bevölkerungsdichte ist - was hier auch niemand behauptet. Immerhin ist Basels Bevölkerungsdichte höher als die jeder deutschen Großstadt, wenngleich Basel mit einer Gesamtbevölkerung von weniger als 165.000 Einwohnern eher zu den kleineren Großstädten zu rechnen ist.)

Allerdings ist das Gebiet des schweizerischen Stadt-Kantons mit nur 37 km² ungewöhnlich klein für eine Großstadt und viel kleiner als der palästinensische Gazastreifen mit 365 km². Aber auch dessen Fläche liegt durchaus noch im Bereich städtischer Größenordnungen. In diesem Sinne hatte ich zur dortigen Bevölkerungsdichte schon an anderer Stelle (laut Herzog eine detaillierte und stimmige Analyse) bemerkt: "Der Gazastreifen am Mittelmeer ist im Grunde eine Millionenstadt (...)."

Die als Städte geltenden Orte Gaza City, Chan Yunis, Dair al-Balah, Rafah, Bait Lahiya und Dschabaliya wären dann als Stadtteile dieser Millionenstadt anzusehen - dazwischen unbebaute, zum Teil landwirtschaftlich genutzte Flächen wie auf dem Gebiet unserer Großstädte auch. Ich verzichte hier auf Einwohnerzahlen und bringe stattdessen unten einen Vergleich zwischen dem Gazastreifen und München, der am dichtesten bevölkerten und nach Gesamtbevölkerung auf Platz 3 liegenden Großstadt Deutschlands.

Dass der Gazastreifen "bestimmt nicht der dichtbevölkertste Platz der Welt" sei, betont der über den oben erwähnten Bericht der "Palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung" verärgerte Daniel Katz, der möglicherweise einen Teil meiner obigen Formulierung bezüglich des Gazastreifens wörtlich übernommen, aber in der Pointe abgewandelt hat: "Der Gazastreifen am Mittelmeer ist im Grunde eine Millionenstadt, Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete" (Gazastreifen: Höchste Bevölkerungsdichte? - nachzulesen auf der nach eigenem Bekunden proamerikanischen, proisraelischen und gegen die Islamisierung Europas gerichteten Website PI = Politically Incorrect).

Seine Argumentation geht in eine ganz andere Richtung. Während ich die hohe (wenn auch nicht gerade weltweit höchste) Bevölkerungsdichte des kurzen, schmalen Küstenstreifens verdeutlichen wollte, will er offenbar suggerieren: Der Gazastreifen ist doch nur ein dicht bevölkerter Teil von einem dünner bevölkerten Ganzen. Worauf er eigentlich hinauswill: Die Palästinenser haben Platz genug. Mit einer Liste mit Angaben weltbekannter Millionenstädte (und einigen kleineren Extrembeispielen) soll offensichtlich die Bevölkerungsdichte des Gazastreifens stark relativiert werden und das palästinensische Westjordanland geradezu mickrig erscheinen.

Das Westjordanland in eine Reihe mit Städten zu stellen, halte ich jedoch für abwegig, denn es hat immerhin gut die doppelte Fläche des Saarlandes - ein kleines, relativ dicht bevölkertes deutsches Bundesland, das man aber auch schlecht in eine Reihe mit Städten wie Berlin stellen könnte (eines von mehreren Beispielen von Katz), um dann zu dem Nonsens-Ergebnis zu kommen: Das Saarland hat eine viel niedrigere Bevölkerungsdichte als Berlin.

Der kleine Gazastreifen hingegen hat (nach neueren Angaben) tatsächlich schon eine höhere Bevölkerungsdichte als Berlin erreicht. Und das ist, auch wenn Berlin - Gott sei Dank - nicht die Bevölkerungsdichte von New York, Mexiko City, Kairo oder Manila erreicht, ein eindrucksvoller und zugleich bedenklich stimmender Wert für das bisschen Land am Mittelmeerstrand.

Katz aber resümmiert: "So entpuppt sich die Behauptung vom ‘Gazastreifen mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Welt’ als eine weitere dreiste Propagandalüge im Dienste des Jihad-Regime-mit-der-weltweit-wohl-höchsten-Terroristen-Dichte."

Über diese Argumentationsweise hat sich der Künstler Erhardt Arendt unter dem Titel "Märchenstunde mit Daniel Katz" sehr erregt und bezichtigt seinerseits Katz der Lüge.
Er schließt mit mit zwei (etwas älteren) Tabellen von meiner Website auf Basis der 2000- und 2002-Revision der UN World Population Prospects. Aus den Zahlen geht deutlich hervor, dass die zusammengefassten Palästinensischen Gebiete hinsichtlich der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte unter den unabhängigen Staaten der Welt und abhängigen Gebieten mit mehr als einer Million Einwohner einen der vordersten (wenn auch nicht besonders erstrebenswerten) Plätze belegen.

Wenn D. Katz auf die hohe Bevölkerungsdichte israelischer Städte wie Tel Aviv verweist, kann ich ihm allerdings nur voll zustimmen. Ich würde sogar noch weiter gehen: Wie bereits an anderer Stelle dargelegt, ist der ganze Norden Israels, das Gebiet nördlich der Negev-Wüste, mehr oder weniger überbevölkert.

Mögen die leider immer noch auf Einwanderung erpichten Anhänger des Zionismus daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Die Übervölkerung Israels ist wohl ein maßgeblicher Grund, aber kein Rechtfertigungsgrund für die israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik.

Auf der anderen Seite sollte man sich auch nicht scheuen, den Palästinensern ihr "natürliches" Bevölkerungswachstum vorzuhalten, das die Lebensperspektiven ihrer Kinder immer mehr eintrübt und den Druck im palästinensischen Kessel weiter steigen lässt. Dass dies wiederum kein Rechtfertigungsgrund ist, mit Kassam-Raketen oder jugendlichen Selbstmord-Attentätern Israel um ein paar Einwohner ärmer zu machen (egal wen es trifft), ist auch klar.


Hier noch der angekündigte Vergleich zwischen dem Gazastreifen und der bayrischen Landeshauptstadt München (der dichtbevölkertsten Stadt Deutschlands) mit Einwohner- und Flächenangaben für 2006 aus dem Fischer Weltalmanach 2008 und der daraus leicht zu errechnenden Bevölkerungsdichte:


  Einwohner Fläche  Einw. je km² 
 Gazastreifen 1.443.814 365 km² rd. 3.960
 Stadt München 1.259.677 310 km² rd. 4.060


Um die Situation des Gazastreifens zu verstehen, stelle man sich vor, München sei auf der einen Seite vom Meer und auf der anderen Seite von ausländischen Grenzanlagen mit wenigen, streng kontrollierten Übergängen eingeschlossen und vom übrigen Bayern abgeschnitten.

(Ganz Bayern ist nebenbei bemerkt mit rund 70.550 km² zweieinhalbmal so groß wie die beiden voneinander getrennten Palästinensergebiete und Israel zusammen.)

Unter der verfahrenen Situation leidet Gaza wohl am meisten. Ein großes Gefängnis, bewacht von den israelischen Land-, Luft- und Seestreitkräften.

[Gazastreifen 2007]

(Foto: AP/Lefteris Pitarakis, s. AP News Blog Far and Wide)

"Isolated Gaza a jail for its people", formuliert selbst die BBC im August 2007. "This should be a Mediterranean paradise. Instead it is a tiny, crowded strip of land, where the people feel abandoned."


Seit Mitte 2007 herrscht im Gazastreifen die radikalislamische Hamas. Nach einer Blockade durch Israel kam es im Januar 2008 zu einem großen Ausbruch der Gaza-Bevölkerung am Grenzabschnitt zu Ägypten. Siehe dazu auch BBC NEWS: "In pictures: Gaza border breached". Tagelang versorgten sich die Menschen mit Gütern und besuchten Verwandte. Mutmaßlich wurde die Gelegenheit auch für Waffentransporte genutzt, bevor es den Ägyptern gelang, die Grenze wieder dicht zu machen. Für wie lange?

Der Druck im dicht bevölkerten Kessel wird - schon rein demographisch bedingt - weiter ansteigen.

Zum internationalen Vergleich siehe auch International Data Base des U.S. Census Bureau.
Geht man nach Projektionen der IDB (Update Juli 2007), kann man eigentlich nur schwarz sehen:


                                                                            Density
                                                               Area        (persons
Country or area           Year           Population       (sq. km.)    per sq. km.)
------------------------- ---- -------------------- --------------- ---------------
Gaza Strip                1950              245,375             360           681.6 
Gaza Strip                2000            1,132,063             360         3,144.6 
Gaza Strip                2010            1,650,682             360         4,585.2 
Gaza Strip                2020            2,260,339             360         6,278.7 
Gaza Strip                2030            2,920,834             360         8,113.4 
Gaza Strip                2040            3,578,585             360         9,940.5 
Gaza Strip                2050            4,209,026             360        11,691.7 
------------------------- ---- -------------------- --------------- ---------------
Source: U.S. Census Bureau, International Data Base.


Dass die jüdischen Siedlungen im Gazasteifen mit wenigen tausend Bewohnern unter mehr als einer Million Palästinenser, die stetig weiter zunehmen, auf Dauer nicht zu halten sein würden (jedenfalls nicht ohne für die Augen der Weltöffentlichkeit unerträgliche Szenen), hat der im Krieg erfolgreiche israelische Ex-General und Ministerpräsident Scharon wohl begriffen. Jedenfalls setzte er die politisch heftig umstrittene Räumung durch (die im August 2005 abgeschlossen war). Allerdings bleibt das kleine Gebiet von der israelischen Übermacht eingekesselt, die nun umso leichter von außen mit schweren Distanzwaffen hineinballern kann, um den palästinensischen Terrorismus oder (mit den Augen der anderen Seite betrachtet) Widerstand militärisch zu bekämpfen.

Allerdings lassen die "Kollateralschäden" in den Palästinensergebieten viele Israelis nicht kalt, nicht einmal kampferprobte Militärs, die sich in einer Demokratie auch "Zivilcourage" leisten können, selbst wenn sie Konsequenzen hinnehmen müssen, was ihren Status oder Verbleib in der Armee betrifft.
2003 wurden 27 israelische Kampfpiloten (aktive und Reservisten) entlassen bzw. suspendiert, weil sie öffentlich angekündigt hatten, in Zukunft "unmoralische und illegale" Befehle zu verweigern und keine Angriffe gegen "unschuldige Zivilisten" mehr auszuführen. Ein Jahr zuvor waren bei einem gezielten Luftangriff auf ein Wohnhaus in Gaza nicht nur der Hamas-Führer Schehade, sondern auch 14 Zivilisten getötet worden, zum überwiegenden Teil schlafende Kinder. "Das spätere Eingeständnis der Luftwaffengeneräle, dass sie wussten, dass sich Zivilisten und Kinder in unmittelbarer Nähe des Hamas-Führers aufhielten, schweißte die Verweigerer-Initiative zusammen" (Süddeutsche Zeitung, 26.09.2003).


Die militärische Inkaufnahme ziviler Todesopfer einschließlich unschuldiger Kinder ist allerdings immer noch etwas anderes als die Tötung von Zivilisten mit voller Absicht und ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht. Dazu noch ein paar betroffen machende Bilder aus dem "Alltag" der Region (keine chronologische Bildreportage - könnte aber eine sein):

Vermummte Gestalten mit Gewehr auf der Schulter - aus eigener Sicht Widerstands- und Freiheitskämpfer - bereiten einen Angriff mit Kassam- oder Qassam-Raketen vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet vor:

[Palästinenser mit Kassam- bzw. Qassam-Raketen]

Dabei benutzen sie auch Google Earth, wie aus dem Text zum Foto auf der italienischen Website Trackback hervorgeht: "I membri della Brigata dei Martiri di al-Aqsa ha comunicato in un’intervista di usare Google Earth come aiuto per dirigere i famigerati missili Qassam dalla striscia di Gaza fino all’interno del territorio Israeliano."


Kassam-Raketen aus Gaza im Anflug:

[Kassam-Raketen aus Gaza]

"Picture of kassams being fired from Gaza City, Gaza at Israel. Jerusalem Post, Monday, May 28, 2007" (siehe auch Aish Kodesh).


Israel ist wachsam. Ein hoch modernes Frühwarnradar lässt den Bewohnern des schon seit Jahren immer wieder attackierten Städtchen Sderot (darunter sehr viele Neueinwanderer) allerdings nur rund 10 Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Kinder die mit dieser ständigen Bedrohung leben müssen, gehen in Deckung (Quelle: Honest Reporting):


Sie wissen, wie grausam die (eigentlich recht einfachen und unpräzisen) Dinger manchmal zuschlagen können. So töteten sie 2006 beispielsweise eine 57-jährige Frau muslimischer Religion, die an der Seite ihres jüdischen Ehemannes erst drei Jahre zuvor aus dem Kaukasus nach Israel eingewandert war.

[The Jerusalem Post (Nov. 2006): Fatima Slutsker, 57, was killed in a Kassam rocket attack on Sderot.]

Es dauerte Stunden, ihre verstreuten Überreste einzusammeln. The Jerusalem Post: "They said it took hours to gather body parts, which were scattered in a 50-meter, and bones and legs were found on the top of the trees and on car windshields."


Israelische Artillerie feuert nach einem solchen Angriff prompt zurück - mit schwerem Geschütz (einer M 109 oder Variante, eigentlich für ganz andere und viel größere Schlachtenszenarios konstruiert):

[Israelische Artillerie beschießt den Gazastreifen]

(Foto: The Hashmonean)


Die 155-mm-Granaten schlagen wie Bomben ein. Aber wer weiß schon so genau, wo? Die umherfliegenden großen Metallsplitter bleiben jedoch nicht ohne Wirkung, auch wenn sie die längst abgehauenen Täter nicht erwischen.

Im dicht bevölkerten Gazastreifen wird die blutüberströmte Leiche eines Jungen weggetragen:

[Opfer israelischen Artilleriebeschusses im Gazastreifen]

"A Palestinian carrying the body of a killed boy after Israeli mobile artillery fired shells at Beit Lahiya in the northern Gaza Strip July 6, 2006." (The Electronic Intifada).


Zu Beginn der blutigen israelischen Militäroperation Hot Winter im Gazastreifen (Febr./März 2008) drohte der stellvertretende israel. Verteidigungsminister mit einer größeren "Shoa(h)" - wie auch immer das gemeint war.

Reuters bemerkte dazu:

Israel’s deputy defense minister Matan Vilnai told Army Radio: "The more Qassam fire intensifies and the rockets reach a longer range, they will bring upon themselves a bigger ‘shoah’ because we will use all our might to defend ourselves."

The word "shoah" is rarely used in Israel beyond discussions of the Nazi Holocaust of the Jews but government spokesmen said Vilnai had employed the word only to mean "disaster".

Bevor der Begriff "Shoa(h)" zu einem Synonym für die (auch als Holocaust bezeichnete) nationalsozialistische Judenverfolgung und -vernichtung in den Jahren 1933 bis 1945 wurde, bedeutete das Wort im Judentum allgemein "Unheil und für ganze Völker bedrohliche oder tödliche Katastrophen" (Wikipedia).


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