Israel und die Palästinensischen GebieteObwohl Israel und die Palästinensischen Gebiete
zusammen weniger als zwei Tausendstel der Menschheit ausmachen, sind sie doch ein
gutes Beispiel für den atemberaubenden Wandel der "Proportionen der Weltbevölkerung"
(Titel dieser Website).
Dabei ist zu bedenken, dass der keilförmige Süden Israels eigentlich nichts anderes ist als die Negev-Wüste. Einschließlich des Negev ist ganz Israel etwa so groß wie das deutsche Bundesland Hessen. Der für eine intensivere Besiedlung geeignete Norden Israels ist kaum halb so groß. Zwischen der israelischen Mittelmeerküste und dem palästinensischen Westjordanland liegen an der schmalsten Stelle kaum 20 Kilometer. Das Westjordanland (= West Bank), das den Hauptteil der Palästinensischen Gebiete ausmacht, ist nicht halb so groß wie Schleswig-Holstein und der palästinensische Gazastreifen (Gaza Strip) an der Mittelmeerküste ist mit nur 365 km² flächenmäßig kleiner als beispielsweise Köln am Rhein (405 km²), obwohl er noch mehr Einwohner hat! Im Grunde ist der Gazastreifen eine Millionenstadt - größer als Jerusalem. Gaza Strip und West Bank liegen kaum vierzig Kilometer auseinander. Dazwischen liegt jedoch eine andere Welt mit von Israel streng bewachten Grenzübergängen. Und die Verfügungsmöglichkeiten der Palästinenser
über West Bank
(Westjordanland) sind durch israelische Siedlungen und Militäranlangen stark eingeschränkt.
Die israelischen Siedlungen im Gazastreifen
wurden allerdings 2005
geräumt.
Nach einer Schätzung des Central Bureau of Statistics, Israel, betrug die
israelische Bevölkerung Ende 2005 rund 7,0 Millionen Einwohner, einschließlich
der circa 250.000 israelischen Siedler im Westjordanland (in Israel als "Judäa
und Samaria" bezeichnet).
Zu ihrer Landesfläche rechnen die Israelis auch das ursprünglich
zum Westjordanland gehörende Ost-Jerusalem sowie den syrischen Golan
(wo - unter österreichischer Führung -
die UN-Beobachter-Truppe UNDOF
stationiert ist).
Dessen ungeachtet übernehmen wir die Flächenangaben
in die folgende Tabelle mit aktuellen Angaben
der Vereinten Nationen zur Bevölkerung und Bevölkerungsdichte
Israels und der Palästinensischen Gebiete
(UN-Bezeichnung: "Occupied Palestinian Territory") für Mitte 2005. Darüber hinaus bilden wir die entsprechenden Summen für das Gesamtgebiet, das wir im Folgenden auch kurz "Palästina" nennen wollen (der westliche Teil des gleichnamigen früheren Völkerbundsmandatsgebiets).
Ungeachtet kleiner Ungereimtheiten sind die Bevölkerungs- und Flächenangaben aus verschiedenen Quellen jedenfalls rechnerisch konsistent. Doch wie sind sie zu bewerten? Um einen Anhaltspunkt zu haben, vergleiche man die Summen einmal mit den entsprechenden Werten des deutsches Bundeslandes Brandenburg samt der bevölkerungsreichen Enklave Berlin (nach Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder: Fläche und Bevölkerung) - eine ähnliche Gesamtfläche:
Wir sehen, die Bevölkerungsdichte in Palästina (371 Einw./km²) ist deutlich höher. Auch höher als der deutsche Gesamtdurchschnitt von 231 Einwohnern je Quadratkilometer auf einem Gebiet von über 357.000 km². Wenn Israel im Gesamtdurchschnitt deutlich weniger dicht bevölkert erscheint als die Palästinensergebiete, muss man berücksichtigen, dass die Negev-Wüste mehr als die Hälfte seines Staatsgebiets ausmacht. Immerhin verschafft dieses öde, stellenweise landwirtschaftlich nutzbare
Gebiet Israel einen Zugang zum Golf von Akaba und damit zum Roten Meer
und weiter über den Golf von Aden zum Arabischen Meer
und über den Golf von Oman zum Persischen Golf.
Das ist auch militärstrategisch interessant, z. B. im Hinblick
auf eine mögliche Stationierung modernster U-Boote aus deutscher Produktion,
die sogar zu Atomwaffenträgern umgerüstet werden könnten
(siehe dazu BITS.) Auf dem Gebiet von Israel ohne den Be’er Sheva-Subdistrikt im Süden (weitgehend identisch mit dem Negev) und ohne den syrischen Golan sowie das Tote Meer liegt die Bevölkerungsdichte mit rund 88 % der Einwohner auf gut einem Drittel der gesamten Landesfläche schon bei grob 800 Einwohnern je Quadratkilometer (berechnet nach auf israelischen Angaben beruhenden Zahlen bei GeoHive). Das ist - zumindest nach deutschen Verhältnissen - schon ein ziemlich städtisch wirkender Wert, etwa so hoch wie beispielsweise in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, Nachbarstadt Berlins, und deutlich höher als in der auch nicht nicht ganz unbekannten Industriestadt Wolfsburg. Kein deutsches Flächen-Bundesland, nicht einmal das extrem dicht bevölkerte Nordrhein-Westfalen, und kein amerikanischer Bundesstaat erreicht einen so hohen Durchschnittswert wie der kleine Raum im Norden Israels, wo mangels ausreichender Alternativen fast neun Zehntel seiner Gesamtbevölkerung leben. Und jetzt noch Langzeitprojektionen der Vereinten Nationen für ganz Israel und die Palästinensergebiete im Jahr 2050: Israel soll dann 10,5 Millionen Einwohner haben - gegenüber 1,3 Mio. im Jahr 1950. Und die palästinensische Bevölkerung, die 1950 nur 1,0 Mio betrug, soll bis 2050 auf 10,3 Millionen ansteigen.
(Einwohner und Bevölkerungsdichte wiederum nach UN Population Database - World Population Prospects, the 2006 Revision) Da die Negev-Wüste auch im Jahr 2050 keine besonders siedlungsfreundliche Landschaft sein dürfte, wird die Bevölkerungsdichte im besiedelbaren Teil Israels noch sehr viel höher sein, falls die Bevölkerungsentwicklung wirklich so verläuft, wie von den Vereinten Nationen vorausberechnet. In dem Gebiet ohne den Be’er Sheva-Subdistrikt und ohne den syrischen Golan mit heute schon rund 800 Einwohnern je km² (s. o.) wird sie wohl weit über 1.000 liegen. Doch vor allem die Palästinensischen Gebiete würden mit über 1.700 Einwohnern je Quadratkilometer aus allen Nähten platzen. Pro 1.000 Einwohner blieben dann im Durchschnitt noch 0,59 Quadratkilometer. Diese so genannte Flächendichte entspricht dem heutigen Wert im norddeutschen Stadtstaat Bremen. Mit einer sehr viel größeren Ausdehnung und Gesamtbevölkerung würden die Palästinensergebiete allerdings rein rechnerisch zu 15 "Bremen" werden, und zwar nicht mit der Umgebung des relativ dünn bevölkerten norddeutschen Tieflandes, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft zur ebenfalls übervölkerten Nordhälfte Israels. Schließlich hab ich noch mit Hilfe des US-amerikanischen
Fedstats
(bzw. Mapstats)
ein ganz außergewöhnlich dicht bevölkertes Vergleichsgebiet
in den USA gebildet, bestehend aus dem am dichtesten bevölkerten
US-Bundesstaat New Jersey, dem angrenzenden New York City
(untergliedert in die Counties New York, Richmond, Kings, Queens und Bronx)
und der vor New York City gelegenen langen Insel Long Island
(mit den Counties Nassau und Suffolk).
Eine wirklich enorme Zusammenballung von Bevölkerung!
Die folgenden Einwohnerzahlen beruhen auf Schätzungen für
Mitte 2005 auf Basis der letzten amerikanischen Volkszählung im Jahr 2000.
Ein Vergleich der beiden vorigen Tabellen liefert nochmals ein frappierendes bzw. erschreckendes Ergebnis. Im Jahr 2050 soll demnach das kleine Palästina mit Israel und den Palästinensergebieten auf einer vergleichbaren Fläche etwa die gleiche Gesamtbevölkerung haben wie das obige Gebiet an der amerikanischen Nordost-Küste heute. Dabei ist wiederum zu bedenken, dass Israels Staatsgebiet zum größten Teil auf die Negev-Wüste entfällt. Und während die kleine US-Region viele Hundert Meilen USA im Rücken hat, beginnt gleich hinter dem Jordanfluss Jordanien und östlich davon der Irak und dahinter der Iran - übrigens alles Länder, die in den letzten Jahrzehnten wie verrückt gewachsen sind. Ein bevölkerungsgeographisch so beengter Raum wie Palästina erfordert eine flächendeckende politisch-administrative Gestaltung (zum Beispiel im Hinblick auf die prekäre Wasserversorgung). Nach Meinung des Autors kann unter diesen Umständen auch eine Zweistaatenlösung nur eine vorübergehende Lösung sein. Vielleicht hätte eine enge Konföderation eine Chance, deren Gründung jedoch ein Maß an Versöhnlichkeit und Kooperationsbereitschaft erforderte, mit dem die heutige Realität nicht das Geringste zu tun hat. Stattdessen wurde - aus verständlichen israelischen Ängsten vor Terroristen - an der Grenze zum Westjordanland eine Mauer errichtet. Doch die wird mit dem zunehmenden Bevölkerungswachstum auf beiden Seiten immer grotesker werden. Man stelle sich eine Mauer durch den Ballungsraum New York - New Jersey - Philadelphia vor! Aber bis 2050 fließt noch viel Wasser den Jordan hinunter! Oder auch nicht, denn auch der Jordan, in dem nach biblischer Überlieferung Jesus von Nazareth getauft wurde, fließt immer spärlicher, bewirkt durch die Wasserentnahme zur Deckung des Bedarfs der vielen Menschen. Ein ganz augenfälliger Beleg dafür: Das vom Jordan gespeiste Tote Meer droht auszutrocknen. "Das Tote Meer stirbt", berichtete Heise online
schon 2002:
"Verantwortlich für die sich anbahnende Umweltkatastrophe sind größtenteils
die Industrie und die Landwirtschaft Israels und Jordaniens, die alle Zuflüsse zum Toten
Meer zum eigenen Wohl anzapfen. (...)
Machen wir uns demgegenüber die geographische Enge Palästinas klar: Vom Toten Meer bis zum Mittelmeer sind es keine 100 Kilometer und kaum mehr als 20 Kilometer bis Jerusalem (siehe auch Karte ganz oben). Wie sich die Bevölkerung in Israel und den Palästinensischen Gebieten zurzeit, das heißt im jährlichen Durchschnitt zwischen 2005 und 2010 entwickelt, zeigt die folgende Tabelle. Zum Vergleich auch die entsprechenden Zahlen für Deutschland.
Quelle: UN Population Database auf Basis der World Population Prospects, the 2006 Revision. Mit rund 1,7 % pro Jahr ist das jährliche Bevölkerungswachstum Israels (Geburtenüberschuss plus Netto-Einwanderung) höher als in den USA mit knapp 1 %. Mehr als dreimal so hoch das (prozentuale) Bevölkerungswachstum der Palästinenser. Die Geburtenhäufigkeit liegt nach UN-Angaben in Israel zurzeit bei 2,75 und in den Palästinensergebieten bei 5,09 Kindern pro Frau (Deutschland: 1,36). Die unterschiedliche Geburtenhäufigkeit hat extreme Unterschiede in der Altersstruktur bewirkt:
Man beachte insbesondere den extrem hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen an der palästinensischen Bevölkerung (Stichwort: "Youth Bulge"). Betrachten wir auch noch - anhand einer weiteren Quelle, nämlich der International Data Base des U.S. Census Bureau (IDB, Update Juli 2007) - die vorausberechnete Bevölkerungszunahme in den Palästinensischen Gebieten zwischen 2005 und 2050, differenziert nach Gazastreifen und Westjordanland:
Density
Area (persons
Country or area Year Population (sq. km.) per sq. km.)
------------------------- ---- -------------------- --------------- ---------------
Gaza Strip 2005 1,376,289 360 3,823.0
Gaza Strip 2050 4,209,026 360 11,691.7
West Bank 2005 2,385,615 5,640 423.0
West Bank 2050 5,580,321 5,640 989.4
------------------------- ---- -------------------- --------------- ---------------
Source: U.S. Census Bureau, International Data Base.
Man beachte insbesondere die Verdreifachung der Bevölkerung des Gazastreifens und den damit verbundenen Anstieg der Bevölkerungsdichte. Mit rund 4,2 Mio. Einwohnern hätte dieses Gebiet 2050 gut die Hälfte der heutigen Bevölkerung von New York City auf knapp der halben Landfläche (Angaben zu NYC in Tabelle weiter oben). Schon um 2020 soll allein die Bevölkerung des winzigen Gazastreifens (mit rund 2,3 Mio. Menschen) etwa so groß sein wie die gesamte Bevölkerung beider Palästinensergebiete und Israels im Jahre 1950. Das war kurz nach dem Palästinakrieg von 1948 zwischen Israel und einer Allianz von arabischen Staaten, die die UN-Resolution 181 zur Teilung Palästinas und die Unabhängigkeitserklärung Israels nicht akzeptieren wollten. Ihre Niederlage gilt bis heute in der arabischen Welt als "nakba" = Katastrophe. Weitere Kriege in Palästina/Israel folgten. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung Palästinas noch ein paar weitergehende Bemerkungen: Aus einer Foto-Serie über Palästinenserkinder, die frühzeitig für den Kampf gegen Isreal erzogen werden: - Vater und Sohn:
- junge Mutter und Sohn:
Die 21-jährige Reem Raiyshi sprengte sich im Januar 2004 an einem Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Israel in die Luft und tötete dabei vier Israelis. Sie wird mit den Worten zitiert: "I am proud to be the first female HAMAS martyr. But my love to see God was stronger than my love for my children, and I’m sure that God will take care of them if I become a martyr" ("Muslim Female Fighters" by Farhana Ali). Dieser palästinensische Wahnsinn wird komplettiert durch die zionistische Einwanderungspolitik Israels. Noch immer definiert sich Israel als Einwanderungsland für Juden aus aller Welt. Aus einem Bericht von migration-info.de mit Einwanderungszahlen bis 2003: "Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs setzte die bis dato größte Immigrationswelle ein. Sie war zu fast 90% von Zuwanderern aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion geprägt und hält bis heute an. Hauptherkunftsländer sind Russland und die Ukraine. Seit 1989 sind insgesamt rund 1,2 Mio. Juden bzw. deren Angehörige als Immigranten nach Israel gekommen. Die Zahlen sind seit dem Ausbruch der zweiten Intifada im Herbst 2000 jedoch stark rückläufig. Im Jahr 2003 kamen lediglich 25.000 Neuzuwanderer nach Israel (1992-1999: ca. 73.000 pro Jahr). Jährlich verlassen über 20.000 Israelis ihr Land." Das erfolgreiche Abschneiden des rechtsgerichteten französischen Präsidentschaftskandidaten Jean Marie Le Pen in der ersten Wahlrunde 2002 nahm der israelische Innenminister gleich zum Anlass, allen französischen Juden zu raten, "ihre Koffer zu packen, und nach Israel auszuwandern" (dpa-Meldung). Lächerlich, wenn man an die Sicherheitslage in Israel denkt, und ganz gewiss kein Beitrag zu ihrer Beruhigung. Die vielen Zuwanderer der vergangenen Jahre, die sich zum Teil auch in den Palästinensischen Gebieten ansiedelten, haben den internationalen Friedensmühungen sicherlich nicht geholfen und dürften die Intifada nur angefacht haben. Inzwischen ist ausgerechnet Deutschland zu einem bevorzugten Ziel ausreisewilliger Juden aus den GUS-Staaten geworden. Aus einem von Nahost-Focus verbreiteten Artikel von Eldad Beck, Jediot Acharonot [eine große israelische Zeitung] vom 7. Juli 2004: "Fast 60 Jahre nach dem II. Weltkrieg und dem Holocaust, ist Deutschland zu einem Anziehungspunkt für Juden geworden,
und die jüdische Gemeinde vor Ort ist mittlerweile die drittgrößte in Westeuropa.
"Israel verfolgte die Erscheinung der jüdischen Einwanderung nach Deutschland mit gemischten Gefühlen. Itzhak Shamir versuchte, als er den Posten des Premierministers bekleidete, bei der deutschen Regierung zu intervenieren, damit diese die Tore für diese Einwanderung schließe. Die Deutschen machten es klar, dass sie es sich, angesichts der nicht zu weit entfernten Vergangenheit, nicht erlauben können, eine solche Politik anzunehmen." Ein hochrangiger Vertreter der Jewish Agency in Europa aber meinte zur jüdischen Immigration in das heutige Deutschland: "Das ist vonseiten der Deutschen ein sehr gescheiter Zug, doch für uns sieht es zynisch aus. Das Ziel dieses Vorgehens ist es, zu verhindern, dass man das größte Denkmal des Holocaust sieht – das Nicht Vorhandensein einer jüdischen Gemeinde in Deutschland. Diese Tätigkeit wird bewusst unternommen, in der Absicht, die Bedeutung der Leere zu verwischen, das große Loch zu verdecken. Wenn die Generation der direkten Zeugen des Holocaust verschwinden wird, wäre es möglich, dass es in 40 - 50 Jahren schwer fallen wird, zu glauben, dass überhaupt etwas in Deutschland passiert ist. Tatsächlich zerstören die Deutschen ein Denkmal, das an den Holocaust erinnert". Deutschland als "judenreines" Holocaust-Denkmal? Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wer hätte was davon? Die Neo-Nazis hätten sicherlich ihre hämische Freude dran. Lieber ist mir die Logik eines jüdischen Witzes (aus der Sammlung von Salcia Landmann): Was ist das Gegenteil von Arisierung? Wiederjudmachung. Im Übrigen kann aber auch der (1948 gegründete) Staat Israel (der ohne die Vorgeschichte des "Holocausts", des ungeheuren NS-Genozids an den europäischen Juden, wohl kaum seine Unabhängigkeit erreicht hätte) fest auf das heutige Deutschland vertrauen - und tut dies auch. Im Zusammenhang mit der für 2010 vorgesehenen Lieferung von zwei supermodernen deutschen U-Booten an die IDF (die israelischen Verteidigungsstreitkräfte), die bereits 1999/2000 drei "Dolphin"-U-Boote der technologischen Spitzenklasse (so gut wie geschenkt) bekommen hatten, schrieb die Jerusalem Post im August 2006: "The revelation (...) that Israel has purchased two more Dolphin-class submarines from Germany was welcome news. Israelis will be able to sleep better once these impressive machines are slicing silently through the dangerous waters far from our shores." "The stance of the German government underlines a radical transformation for that country’s people.
While their grandparents’ generation perpetrated the Holocaust, and the previous generation paid for the Holocaust
with reparations to its victims, the current generation is helping prevent a second Holocaust by providing the IDF with some
of the most important defensive weapons systems in its arsenal. As far as corrective steps go, that’s a huge one.
Ende Februar 2008 nutzte der israelische Ministerpräsident Olmert einen Berlin-Besuch für einen "Paukenschlag im Iran-Konflkt" (Reuters). "Er drohte der Islamischen Republik (...) indirekt mit militärischen Schritten. Zugleich machte er deutlich, dass sich Israels Einschätzung der Lage auch nicht durch die jüngsten US-Geheimdienstberichte verändert habe, die dem Iran einen Stopp des Atomwaffenprogramms im Jahr 2003 bescheinigt haben." "‘Wir sind uns sicher, dass der Iran heimlich ernsthaft daran arbeitet, nicht-konventionelle Waffen zu bauen’, sagte Olmert nach seinen Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Um die Regierung in Teheran daran zu hindern, dürfe keine Option vergessen werden. Im Klartext: auch nicht die Option eines Militärschlags." Auch im Hinblick auf den zunehmenden Raketenbeschuss aus dem von der radikalislamischen Hamas beherrschten Gazastreifen schlug Olmert einen scharfen Ton an. "Die Armee habe freie Hand, werde entschlossen und ohne jede Verzögerung vorgehen und die Lage grundlegend verändern, kündigte er an" (Reuters). Freie Hand für die Armee in einem der dichtbevölkersten Gebiete der Erde? Siehe auch: Gazastreifen - Höchste Bevölkerungsdichte der Welt?
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