[Fotos: www.un.org]

  Proportionen  der  Weltbevölkerung

 
mit vielen Links zu unterschiedlichen
Quellen im In- und Ausland, z. B.:

United Nations Population Division
 
Statistisches Bundesamt
(insbesondere: Bevölkerung)
 
Linkliste nationaler Statistikämter:
National Statistical Offices Websites

(UN Statistic Division)
 
Statistiken der Europäischen Union: Eurostat
 
(viele Originaldaten auch im Archiv
dieser Website)
 
   Thematik der Website:
   Größe und Bevölkerungsdichte von Ländern und Regionen
   (im Vergleich mit Deutschland und deutschen Bundesländern)
   unter Berücksichtigung demographischer Entwicklungen
   und wirtschaftlicher Daten (insbesondere BIP pro Kopf und km²)
   - Texte, Tabellen und Diagramme
   > Kleine Einführung unten
 
 
   Dies ist eine nicht kommerzielle Website.
   Verbreitung aller Angaben (mit Quellenhinweis oder Link) gestattet und erwünscht.
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    Gliederung:

     
  • Die vorliegende Homepage enthält einen Kurzüberblick über Bevölkerung und demographische Entwicklung
    der Welt und der Kontinente, hauptsächlich auf Basis der (im Mai 2011 veröffentlichten) World Population Prospects der Vereinten Nationen. Weitere Aspekte sind Weltwirtschaft und Weltfrieden.
  • Die (älteren) Themen  enthalten neben globalen Übersichten zur Weltbevölkerung und Weltwirtschaft
    Daten über Population und Bruttoinlandsprodukt ausgewählter Länder und gehen auch näher auf Deutschland ein.
    Die Angaben stammen im Wesentlichen aus den Jahren vor 2007 und werden in der Regel nicht mehr aktualisiert.
  • Für neuere Daten um 2010 (einschließlich früher beginnender Zeitreihen) wurde ein kleinerer Website-Bereich mit Tabellen, Texten und Diagrammen eingerichtet.
    Hauptgrundlage bleiben originäre Daten der Vereinten Nationen, Weltbank und nationaler Statistikämter.
  • Eine umfangreiche Sammlung von Links  führt zu statistischen Informationsquellen und sonstigen thematisch verwandten Websites.
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    Die genannten Website-Bereiche finden Sie auch in der Navigationsleiste ganz oben, die nur aktiviert ist,
    wenn Sie mit Eingabe der URL www.pdwb.de direkt auf die Homepage gelangt sind (nicht bei Aufruf von
    Unterseiten über Suchmaschinen). Die Navigationleiste enthält auch ausgewählte externe Links:


    –  UN (United Nations), Population Division: World Population Prospects - Population Database
    –  The World Bank: World dataBank
    –  IDB des U.S. Census Bureau: International Data Base (IDB)
    –  DESTATIS (Statistisches Bundesamt Deutschland): Internationales (nach Ländern)
    –  CIA (Central Intelligence Agency): The World Factbook
        [Hinweis: Archivierte frühere Ausgaben: University of Missouri - St. Louis: Online Government Documents]
    –  GeoHive (statistics of regions, countries, provinces and cities)
    –  City Population (Länder, Agglomerationen, Verwaltungsgebiete, Städte)
    –  Populstat (historical demography of all countries, their divisions and towns)
    –  UT Maps = University of Texas at Austin: Perry-Castañeda Library Map Collection

    Anmerkung: Divergenzen zwischen verschiedenen Quellen sind normal. (Siehe Quellenvergleich auf dieser Website.)

    (Unterhalb Navigationsleiste, rechts:  Buttons zur Verbindung mit:  Worldatlas - Free World Maps - Diercke-Weltatlas)

 
   
 

Kleine Einführung (Kurzüberblick)

Zwischen 1975 und 2000, also in nur 25 Jahren (ein winziger Bruchteil der langen Menschheitsgeschichte), ist die Weltbevölkerung (nach Zahlen der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen) von knapp 4,1 Milliarden auf über 6,1 Milliarden angewachsen. Dieser Zuwachs von gut zwei Milliarden Menschen entspricht etwa dem Dreifachen der gesamten europäischen Bevölkerung. - Dreimal Europa in einem Vierteljahrhundert!

Europa selbst spielte dabei mit einem (weitgehend zuwanderungsbedingten) Wachstum von ca. 50 Millionen Einwohnern keine große Rolle. Der kleine, hoch industrialisierte Kontinent, der seine historische Bevölkerungsexplosion hinter sich hat,
gehört allerdings immer noch zu den am dichtesten bevölkerten Weltregionen (was ganz besonders auf England, West-
Deutschland und die dazwischen liegenden Niederlande und Belgien zutrifft, worauf wir noch zurückkommen).

1900 betrug die Weltbevölkerung 1,7 Milliarden. Die Zahl von 6,1 Milliarden im Jahr 2000 bedeutet also einen Anstieg
auf das Dreieinhalbfache in nur einem Jahrhundert, nicht viel mehr als die Lebensspanne eines Menschen.

Die zehn Jahre von 1980 bis 1990 brachten mit über 850 Millionen Menschen den stärksten Zuwachs einer Dekade in der gesamten Geschichte der Menschheit. Im Zeitraum 1990 bis 2000 betrug der Zuwachs noch fast 820 Millionen.

Von 2000 bis 2010 kamen nochmals über 770 Millionen dazu
(mehr als die Bevölkerung Europas mit 738 Millionen [2010], ohne die überwiegend asiatische Türkei, aber mit dem asiatischen Teil der Russischen Föderation).
Mit 6,9 Milliarden im Jahr 2010 steht die Menschheit kurz vor der 7-Milliarden-Marke.

Zwar machen sich allmählich die weltweit sinkenden Geburtenzahlen bemerkbar. Dennoch erwarten die Demographen der Vereinten Nationen bis zur Mitte unseres Jahrhunderts einen Anstieg der Weltbevölkerung auf mehr als 9 Milliarden. Doch "Raumschiff Erde" wächst nicht mit.

[Grafik: WorldAtlas.com]

 
   
 

Diagramm zum Wachstum der Weltbevölkerung zwischen 1950 und 2050
(ab 2020 mittlere Rechenvariante der UN World Population Prospects, the 2010 Revision):

1950  -  1960  -  1970  -  1980  -  1990  -  2000  -  2010  -  2020  -  2030  -  2040  -  2050
2,5 3,0 3,7 4,5 5,3 6,1 6,9 7,7 8,3 8,9 9,3  Milliarden
 
   
 

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Wunden des verheerenden Zweiten Weltkriegs zu heilen begannen und
das Leben in den betroffenen Ländern allmählich wieder in normale Bahnen zurückkehrte und die Weltwirtschaft insbesondere von der Triade USA, Deutschland, Japan vorangetrieben wurde, hat sich die Weltbevölkerung nicht nur insgesamt stark vermehrt, sondern auch in ihren demographischen Proportionen sehr verändert.

Während zum Beispiel Deutschland von 1950 bis 2000 immerhin noch um etwa 20 % zunahm, Japan um über 50 % und die USA (als Masseneinwanderungsland) um etwa 80 %, stieg die Bevölkerung vieler Länder der Dritten Welt auf ein Vielfaches an. Im gleichen Zeitraum verdreifachte sich z. B. die Bevölkerung Brasiliens, während sich die Philippinen demographisch vervierfachten und die Bevölkerung von Kenia auf das Fünffache anstieg. Die ehemalige britische Kolonie in Ostafrika überholte damit zum Beispiel die G7-Nation Kanada, obwohl dieses klassische Einwanderungsland seine Bevölkerung zeitgleich mehr als verdoppelt hatte.

Eine Verdreifachung der Bevölkerung erlebte in diesen 50 Jahren die Türkei - ungeachtet einer beträchtlichen Abwanderung in westeuropäische Länder (vor allem Deutschland), wo die Zuwanderer - unabhängig von ihrer rechtlichen Staatsangehörigkeit - zur Gesamtbevölkerung des jeweiligen Aufnahmelandes gerechnet werden.

(Die Proportionsveränderungen der Weltbevölkerung veranschaulicht eine animierte Weltkarte der Vereinten Nationen: A Changing World.)

Die Auswirkungen von Hunger und Krankheiten, die in früheren Zeiten die menschlichen Populationen immer wieder dezimierten, konnten durch den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt und den globalen Transfer von Wissen und modernen Technologien und nicht zuletzt durch internationale humanitäre Hilfeleistungen staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen erheblich abgeschwächt werden - auch wenn nun leider Gottes viel zu viele Menschen zum Leben zu wenig haben und zum Sterben zu viel. Entsprechend unruhig ist es in weiten Teilen der Welt, wo jährlich Hunderttausende in Kriegen und Gewaltkonflikten ihr Leben lassen.

Bislang aber wächst die Weltbevölkerung noch um rund 78 Millionen pro Jahr - als Ergebnis von 136 Millionen Geburten und 58 Millionen Sterbefällen.

Betrachten wir nun die Entwicklung und Verteilung der Weltbevölkerung im Kurzüberblick:

 
   
 
Verteilung der Weltbevölkerung 2000
[Weltbevölkerungsdichte 2000 - SEDAC/CIESIN]
SEDAC / CIESIN (Columbia University New York): Gridded Population of the World, GPW Version 3 (Beta), Global

Siehe auch einzelne Weltregionen: Nordamerika, Südamerika, Afrika, Europa, Asien, Ozeanien
oder entsprechende, auf dieser Website archivierte Karten im PDF-Format.
 
   
 
Die Angaben der folgenden Tabelle stammen aus den World Population Prospects (2010 Revision) der Vereinten Nationen (Population Division), herausgegeben im Mai 2011. An anderen Stellen dieser Website finden Sie allerdings noch Daten aus früheren Revisionen. Die Gesamtergebnisse für die Weltbevölkerung aus allen bisherigen Revisionen zu ausgewählten Jahren zeigt eine Vergleichstabelle. Eine weitere Seite enthält den Jahresstand der Weltbevölkerung von 1950 bis 2100 nach der 2010 Revision.
 
   
 
 Bevölkerungsstand und -entwicklung der Kontinente und der Welt 
nach United Nations World Population Prospects, The 2010 Revision
 
Einwohner (Millionen)
 major area [ > UN-Definition of Regions ]  1950  2000  2010  2050 
 Nordamerika (ohne Mexiko) 172 313 345 447 
 Lateinamerika (= Süd- und Mittelamerika) und Karibik   167 521 590 751 
 Afrika 230 811 1.022 2.192 
 Europa (ohne Türkei, mit asiatischem Teil der Russischen Föderation) 547 727 738 719 
 Asien 1.403 3.719 4.164 5.142 
 Ozeanien (einschließlich Australien) 13 31 37 55 
 Welt 2.532 6.123 6.896 9.306 
 > politische Weltkarte ]
 
   
 

Man beachte in der Tabelle zum Beispiel die Proportionsveränderungen zwischen Europa und Afrika, dem von wirtschaftlicher Unterentwicklung und politischem Chaos geprägten Problemkontinent.

Den UN-Zahlen zufolge wächst Afrika jährlich um 24,6 Millionen Menschen, wenn man von 36,9 Mio. Geburten und 11,7 Mio. Sterbefällen sowie einer Netto-Abwanderung von 0,5 Mio ausgeht.
Europa wächst derzeit noch um 0,8 Mio. pro Jahr, obwohl die Zahl der Geborenen (8,0 Mio.) geringer ist als die der Gestorbenen (8,3 Mio.), denn es strömen jährlich auch 1,1 Mio. Netto-Zuwanderer herein.


Es könnten allerdings noch erheblich mehr werden - Stichwort: Bootsflüchtlinge im Mittelmeer:

[Bootsflüchtlinge im Mittelmeer 2009]

Was Afrika betrifft, gehen die UN-Demographen jedoch eigenartigerweise von langsam rückläufigen Abwanderungszahlen aus. [Nachlassender Migrationsdruck oder nachlassende Aufnahmebereitschaft? In welchen konkreten Aufnahmeländern sollte man auch ansteigende Flüchtlingszahlen gegenbuchen, wenn das globale Rechenmodell mit allen einzeln aufgeführten Ländern stimmig sein soll?]

Jedenfalls soll die afrikanische Gesamtbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts nach bestimmten Annahmen (vor allem über die Geburtenhäufigkeit) rd. 3,6 Milliarden erreichen - bei einer Weltbevölkerung von 10,1 Mrd. und einer europäischen Bevölkerung von unter 0,7 Mrd. (darunter natürlich viele Europäer "mit Migrationshintergrund"). Aber bis zum Ende des Jahrhunderts kann natürlich niemand wirklich vorausblicken.

 
   
 

Ein Hauptaugenmerk dieser Website richtet sich auf die zunehmende Bevölkerungsdichte von Ländern und Regionen.

Auf der folgenden Karte mit einem Ausschnitt Nordwest-Europas (ein kleiner Winkel der Erde) fallen besonders England,
Westdeutschland und die dazwischen liegenden Niederlande und Belgien auf, ebenso wie die nicht weit entfernte Agglomeration von Paris.  Auf der britischen Insel tritt besonders das gewaltige London hervor, in den Niederlanden "Randstad Holland" (am Süd-Zipfel der - großenteils von Gas- und Ölbohrinseln übersähten - Nordsee) und in Deutschland vor allem die Rhein-Ruhr-Region, neben Rhein-Main, Rhein-Neckar und anderen Ballungsräumen und Metropolen wie Hamburg und (am rechten Kartenrand, Mitte) Berlin. Ganz im Süden München, im Nordosten der Karte das dänische Kopenhagen.

[www.vrom.nl: Occupatie Noordwest Europa]

[Siehe auch größeres Original dieser Karte von 2001.] - Allein der englische Teil Großbritanniens, der (durch den Euro-
Tunnel mit ihm verbundene) äußerste Norden Frankreichs, das angrenzende Belgien, die Niederlande und das deutsche Nordrhein-Westfalen bilden mit grob 100 Millionen Menschen auf einer Viertelmillion Quadratkilometer wohl eine der stärksten Bevölkerungskonzentrationen der Erde, jedenfalls im hoch industrialisierten Teil der Welt (in dem sich neben den Menschen auch die ewig wachsen wollende Wirtschaft mit all ihrem "Flächenverbrauch" und sonstigen Ressourcenhunger breitmacht).

(In NRW werden bereits 22,4 % der gesamten Bodenfläche von Wohn- und Gewerbegebieten sowie Verkehrswegen eingenommen. In ganz Deutschland wächst die Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Tag [!] um 87 Hektar = 124 Fußballfelder - s. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts, Okt. 2011.)

Deutschland ist (ungeachtet seiner Geburtenschwäche) eines der am dichtestesten bevölkerten Länder Europas und der
Welt. Innerhalb der riesigen USA z. B. findet man nicht eine einzige entsprechende Teilfläche mit so vielen Bewohnern.
Nicht einmal im Nordosten mit der "Megalopolis" von Boston über New York City bis Washington. Die US-Bundesstaten Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, New York, Pennsylvania, New Jersey, Delaware, Maryland und die Hauptstadt Washington D.C. bilden eine zusammenhängende Fläche (mit Gewässern) von rund 368.000 km² [> Kartenskizze]. Dort
leben nach Ergebnissen des U.S. Census Bureau aus der Zählung 2010 gut 59 Millionen Menschen [Geohive (EXCEL)].
Demgegenüber kommt Deutschland auf knapp 82 Millionen Einwohner in einem Gebiet von rund 357.000 km² [DESTATIS, Statistische Ämter des Bundes und der Länder].

Dagegen leben jedoch im armen Bangladesch und angrenzenden Teilen Indiens (West Bengal und Bihar) auf einer Fläche, die etwas kleiner ist als als das deutsche Staatsgebiet, beinahe so viele Menschen wie in Deutschland + Frankreich + Großbritannien + Italien + Spanien + Polen (den 6 bevölkerungsreichsten EU-Staaten).
Und es werden immer mehr.

[An overcrowded train leaves the Dhaka’s Airport rail station ahead of the Muslims festival Eid-al-Adha, December 20, 2007. Bangladeshi Muslims will celebrate the festival on Friday. Muslims around the world celebrate Eid-al-Adha to mark the end of the haj by slaughtering sheep, goats, cows and camels to commemorate Prophet Abraham’s willingness to sacrifice his son Ismail on God’s command. - Foto: Reuters/Daylife]

Unglaublich, aber leicht nachzurechnen:
Fläche Deutschlands: rund 357.000 km²
Gemeinsame Fläche von Bangladesch (rd. 148.000 km²) + West Bengal (rd. 89.000 km²) + Bihar (rd. 94.000 km²) = rund 331.000 km²
Gemeinsame Bevölkerung von Bangladesch (rd. 142 Mio. laut Volkszählung, nach anderen Quellen mehr)
+ West Bengal (rd. 91 Mio.) + Bihar (rd. 104 Mio.) = rund 337 Mio. (und jedes Jahr kommen ein paar Millionen dazu).
Gemeinsame Bevölkerung von Deutschland (82 Mio.) + Frankreich (63 Mio.) + Großbritannien (62 Mio.) + Italien (61 Mio.)
+ Spanien (46 Mio.) + Polen (38 Mio.) = rund 353 Mio.
[Stand: 2011 - Quellen: Geohive, UN]

 
   
 
Ein Zweitthema dieser Website sind makroökonomische Daten zur
Weltwirtschaft
  • bzw. zu den Ländern der Erde, insbesondere den größten Volkswirtschaften.
     
    Hinweis: Aktuelle Angaben über Bruttoinlandsprodukt (BIP = GDP = gross domestic product),
    Bruttonationaleinkommen (BNE = GNI = gross national income) und Population aller Länder liefert die Weltbank.
    Siehe "GDP ranking" usw. im Data Catalog.
     
  • Es folgen drei (darauf basierende) Diagramme zum Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraftparität der sechs
    größten Volkswirtschaftschaften: USA, China, Japan, Indien, Deutschland und Russland, die zusammen mehr als die Hälfte der Weltwirtschaft ausmachen (der offiziellen Wirtschaft - ohne Subsistenz- und Schattenwirtschaft).
    [Bezugsjahr 2010, Berechnungsstand April 2012]
1. BIP (KKP) 2010 (im Inland produzierte Gesamtmenge der Güter und Dienstleistungen in "international dollars") [PDF]:
USA China Japan Indien D Russl.
2. BIP (KKP) 2010 pro Kopf der Bevölkerung (Einheimische und Personen anderer Staatsangehörigkeit) [PDF]:
USA China Japan Indien D Russl.
3. BIP (KKP) 2010 pro Quadratkilometer des Staatsgebiets:
USA China Japan Indien D Russl.
(Zugrunde liegende Flächenangaben: USA: 9.831.510 km², China: 9.600.000 km², Japan: 377.950 km², Indien:  
3.287.260 km², Deutschland: 357.120 km², Russland: 17.098.240 km² [FAO: FAOSTAT > ResourceSTAT-Land].)
 
   
 
Im Kontext von Weltbevölkerung und Weltwirtschaft, den ökologischen Folgen ihres Wachstums und den entstandenen Disproportionen (zwischen armen und reichen, dichter und dünner bevölkerten Ländern usw.) ist besonders der
Weltfrieden
ein Aspekt, den wir immer mitbedenken sollten.
Aus gutem Grund beginnt die 1945 in Kraft getretene Charta der Vereinten Nationen in der Präambel mit den Worten:
We the peoples of the United Nations determined to save succeeding generations from the scourge of war, which twice in our lifetime has brought untold sorrow to mankind ...
(UN Charter - siehe auch Text der Charta auf Deutsch).

Ihr hehres Ziel, die Menschen "vor der Geißel des Krieges zu bewahren", wurde jedoch zu oft verfehlt.
Zu Kriegen von 1945 bis heute:
Immerhin wurde der Kalte Krieg nie zu einem heißen und mancher regionale Konflikt - wenigstens etwas - entschärft.
Zu "friedenserhaltenden Maßnahmen" der Vereinten Nationen:
Im 21. Jahrhundert hat der Krieg viele Gesichter, auch ganz neuartige - wie 2001 in New York City:
[Terrorangriff auf das New Yorker World Trade Center 2001]
Die NATO sah in den Terroranschlägen einen bewaffneten Angriff gegen die USA (mit Flugzeugen, die wie Raketen benutzt wurden), einen Angriff, der im Sinne von Artikel 5 des Nordatlantikvertrages als Angriff gegen alle Bündnismitglieder anzusehen sei.

Die Spuren der obskuren Angreifer führten nach Afghanistan. Dorthin wurden auch deutsche Soldaten geschickt, wenn auch mehr als "Aufbauhelfer" (in einem Land, das bis heute an allen Ecken und Enden lichterloh brennt und wo die deutsche Regierung vorzugsweise andere kämpfen lässt - wenn auch zum Teil mit modernsten deutschen Waffen).
Schwerer deutscher Kampfpanzer vom Typ
Leopard 2A6M im Einsatz bei der kanadischen Armee,
2007 in Kandahar:
[Deutscher Leopard 2 A6 M der kanadischen Armee in Afghanistan, Distrikt Arghandab, 2007 - Foto: Kanadischer Soldat/MILITARYPHOTOS.NET]
 
Doch auch deutsche Soldaten fallen nun wieder im Krieg, auch wenn die deutsche Regierung diesen Begriff gerne vermeidet. Realität ist: Unter NATO-Kommando stehende, im Ausland eingesetzte Soldaten der Bundeswehr werden beschossen, schießen ihrerseits, töten (manchmal auch irrtümlich) und werden getötet - wie dieser junge Soldat, der
2009 einer (auf einen Radpanzer Fuchs abgefeuerten) Panzerfaust russischer Bauart zum Opfer fiel. C’est la guerre.
[Ankunft eines gefallenen ISAF-Soldaten auf dem Flughafen Köln-Wahn]
(Nicht der letzte Gefallene)
 
   
 
Afghanistan
Das lange, blutige Chaos mit wechselnden Konfliktparteien, das nun zu einer absurden Mischung aus Krieg und Wiederaufbau geworden ist, hat allerdings das Bevölkerungswachstum nicht aufgehalten:
Vor dem Einmarsch der sowjetischen Armee (1979) hatte Afghanistan nach Angaben der Vereinten Nationen 14 Millionen Einwohner. 2010 sind es - unter nach wie vor chaotischen Umständen geschätzt - 31 Millionen
(UN World Population Prospects, the 2010 Revision). Mehr als eine Verdoppelung der Bevölkerung in nur 30 Jahren!
Und die weitere Zunahme liegt bei etwa einer 1 Million pro Jahr.
"Die Bevölkerung" - letztlich menschliche Individuen mit all ihrem Lebensleid und trotzigem Lebenswillen
wie "das afghanische Mädchen" auf einem 1984 in einem pakistanischen Flüchtlingslager aufgenommenem Foto
(von Steve McCurry), das 1985 als Titelbild von National Geographic um die Welt ging:
 
[Afghanisches Mädchen 1984 in einem Flüchtlingslager in Pakistan - Foto von Steve McCurry für National Geographic]
Als der Fotograf dieses kaum 12-jährige Mädchen (das im sowjetischen Afghanistankrieg bei einem Luftangriff seine Eltern verloren hatte) im Jahr 2002 in Afghanistan wiedersah, erkannte er die inzwischen verheiratete, etwa 30-jährige junge Frau sofort wieder: > NG a + b (im Archiv): "Sie heißt Sharbat Gula und ist Paschtunin. Von den Paschtunen sagt man, dass sie nur in Frieden leben, wenn sie im Krieg sind. Gula ist jetzt 28, vielleicht auch 30. Aber niemand, nicht einmal sie selber, weiß es genau." - Inzwischen war sie Mutter von drei Kindern, nachdem ein viertes schon als Säugling gestorben war. Typisch für Afghanistan, das hoher Sterblichkeitsraten zum Trotz demographisch explodiert.
Der gegenwärtige jährliche Geburtenüberschuss Afghanistans (1,4 Mio. Geburten gegenüber 0,5 Mio. Sterbefällen) wiegt das gegenwärtige deutsche, ja selbst das gesamteuropäische Geburtendefizit (8,0 Mio. Geborene bei 8,3 Mio. Gestorbenen pro Jahr) locker auf, obwohl in weiten Teilen des Landes immer noch Krieg herrscht.
 
   
 
[Grafik: WorldAtlas.com] Fotos: www.un.org
 
Vor zehntausend Jahren lebten auf der Erde vermutlich nur wenige Millionen Menschen.
Zur Zeitenwende (Christi Geburt) dürften es schätzungsweise 300 Millionen gewesen sein.
Um etwa 1800 betrug die Weltbevölkerung ungefähr eine Milliarde,
um 1900 knapp 1,7 Milliarden.
Ungeachtet der beiden Weltkriege stieg die Weltbevölkerung bis 1950 auf über 2,5 Milliarden an.
Was dann folgte, ist eigentlich unfassbar: eine Verdoppelung in weniger als 40 Jahren.
1986/87 überschritt die technisch und wirtschaftlich fortschreitende Menschheit die 5-Milliarden-Marke.
1998/99 waren schon 6 Milliarden erreicht.
2011/12 ist die siebte Milliarde voll
und bis Mitte unseres Jahrhunderts zwei weitere Milliarden (wenn das Fass nicht überläuft).
Aktueller Stand:

"Weltbevölkerungsuhr"

- IDB = International Data Base des U.S. Census Bureau (mit den üblichen Divergenzen zu anderen Quellen) -

Siehe auch: World Population Trends mit: Historical Estimates of World Population (Historische Schätzungen)
 

 
   
 
 
   
 
 Backlinks